Payload, Erklärung

Euch ist ein Fehler in der Anleitung aufgefallen oder etwas ist unklar für euch? Kein Problem, stellt die Frage in die Runde.
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Knicklichtjedi
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Payload, Erklärung

Beitrag von Knicklichtjedi »

Guten Morgen u. frohes neues Jahr.
Kann mir bitte jemand den Begriff "payload" erklären?

Ich hab im Netz gesucht, allerdings finde ich keine (vernünftige) Erklärung dafür.

Danke im Voraus.
Gruß Jedi
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Ingix
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Registriert: Sa 17. Okt 2020, 11:14

Re: Payload, Erklärung

Beitrag von Ingix »

"Payload" stammt aus dem Transportgewerbe und ist von der Idee erstmal die Ladung, für dessen Transport du als Transportunternehmer bezahlt wirst. Allgemein wird damit der Teil eines "bewegten Systems" bezeichnet, den man eigentlich bewegen will, im Gesatz zu den Mitteln, die man für die Bewegung aufbringen muss.

Wenn also 100 Packungen Klopapier und 1000 Packungen Reis zu einem Supermarkt gebracht werden sollen, ist das der "Payload", für den dann ein LKW, Sprit und ein Fahrer gebraucht werden. Besonders krass ist dass das Verhältnis von Payload zu Hilfsmitteln z.B. in der Raumfahrt wo für 1kg "Playload" oftmals 50kg Hilfsmittel eingesetzt werden müssen,

Bei Dominion sind der Payload die Karten, die dich explizit dem Sieg näher bringen: Das Gold, mit dem du die Provinzen kaufst. Der Umbau, mit dem du Gold in Provinzen umwandelst. Die Hexe, die den Gegner verlangsamt. Die Werkstatt, mit dem du Stapel leermachst.

Dem Gegenüber stehen die "Hilfskarten", die dir Erlauben, deinen Payload auch in der nötigen Zahl erstmal überhaupt ins Deck, dann auf die Hand und am Ende auch ins Spiel zu bekommen. Das sind dann z.B. das Dorf (du kannst mehrere Aktions-Playload Karten spielen) oder die Schmiede (du hast mehr Karten auf der Hand). Dazu zählen auch Entsorger wie die Wächterin, die die "schlechten" Karten aus dem Deck entfernt, so dass du die "guten" öfter auf der Hand hast.

Und hier sieht man, das bei Dominion die Unterscheidung zwischen Playload und Hilfskarte nicht immer klar ist. Eine Hexe verlangsamt den Gegner (Payload), aber zieht dir auch Karten (Hilfseffekt). Eine Werkstatt kann dir nauch Dörfer bringen, der leere Dorfstapel ist dann vielleicht nur ein Nebeneffekt.

Wie bei Transportunternehmen, dreht sich bei Dominion eben viel um die Optimierung der Hilfskarten. Wenn wir lange genug spielen, können wir uns erst Gold, dann Platin und am Ende Kolonien leisten, aber es gewinnt eben derjenige, der das in 15 Zügen hinbekommt und nicht derjenige, der 25 braucht. Und wie bei Transportunternehmen hängt die Wahl der Hilfskarten (Transportmittel) davon ab, was denn am Ende transportiert werden soll: Einige wenige Geldkarten (Gold/Platin), oder möglichst viele Werkstatt-artige Karten, um schnell 3 Stapel zu leeren?
Knicklichtjedi
Siedler
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Registriert: Di 18. Jan 2022, 08:57

Re: Payload, Erklärung

Beitrag von Knicklichtjedi »

Ingix hat geschrieben: Mi 4. Jan 2023, 08:37 "Payload" stammt aus dem Transportgewerbe und ist von der Idee erstmal die Ladung, für dessen Transport du als Transportunternehmer bezahlt wirst. Allgemein wird damit der Teil eines "bewegten Systems" bezeichnet, den man eigentlich bewegen will, im Gesatz zu den Mitteln, die man für die Bewegung aufbringen muss.

Wenn also 100 Packungen Klopapier und 1000 Packungen Reis zu einem Supermarkt gebracht werden sollen, ist das der "Payload", für den dann ein LKW, Sprit und ein Fahrer gebraucht werden. Besonders krass ist dass das Verhältnis von Payload zu Hilfsmitteln z.B. in der Raumfahrt wo für 1kg "Playload" oftmals 50kg Hilfsmittel eingesetzt werden müssen,

Bei Dominion sind der Payload die Karten, die dich explizit dem Sieg näher bringen: Das Gold, mit dem du die Provinzen kaufst. Der Umbau, mit dem du Gold in Provinzen umwandelst. Die Hexe, die den Gegner verlangsamt. Die Werkstatt, mit dem du Stapel leermachst.

Dem Gegenüber stehen die "Hilfskarten", die dir Erlauben, deinen Payload auch in der nötigen Zahl erstmal überhaupt ins Deck, dann auf die Hand und am Ende auch ins Spiel zu bekommen. Das sind dann z.B. das Dorf (du kannst mehrere Aktions-Playload Karten spielen) oder die Schmiede (du hast mehr Karten auf der Hand). Dazu zählen auch Entsorger wie die Wächterin, die die "schlechten" Karten aus dem Deck entfernt, so dass du die "guten" öfter auf der Hand hast.

Und hier sieht man, das bei Dominion die Unterscheidung zwischen Playload und Hilfskarte nicht immer klar ist. Eine Hexe verlangsamt den Gegner (Payload), aber zieht dir auch Karten (Hilfseffekt). Eine Werkstatt kann dir nauch Dörfer bringen, der leere Dorfstapel ist dann vielleicht nur ein Nebeneffekt.

Wie bei Transportunternehmen, dreht sich bei Dominion eben viel um die Optimierung der Hilfskarten. Wenn wir lange genug spielen, können wir uns erst Gold, dann Platin und am Ende Kolonien leisten, aber es gewinnt eben derjenige, der das in 15 Zügen hinbekommt und nicht derjenige, der 25 braucht. Und wie bei Transportunternehmen hängt die Wahl der Hilfskarten (Transportmittel) davon ab, was denn am Ende transportiert werden soll: Einige wenige Geldkarten (Gold/Platin), oder möglichst viele Werkstatt-artige Karten, um schnell 3 Stapel zu leeren?
Ist zwar schon etwas her, aber ganz lieben Dank!
(Ich war verhindert)

Gruß
Jedi
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