Aspers Karten

Selbstgestaltete Dominion-Karten
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Asper
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Re: Aspers Karten

Beitragvon Asper » Di 11. Dez 2018, 00:04

Mir wurde im Englischen Forum "Lycantrop" ans Herz gelegt, und dass ich aus dem Totenbeschwörer einen "Lich" mit "Skelettkriegern" machen könnte. Ich habe schon Bilder dazu gemacht, aber offen gesagt habe ich so wenig Interesse an Nocturne, dass mir die Redundanz bisher egal war... Ich kann sie mal hier hochladen, aber bestimmt nicht heute oder morgen. Eher am Wochenende.

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Re: Aspers Karten

Beitragvon herw » Di 11. Dez 2018, 06:25

Asper hat geschrieben:Mir wurde im Englischen Forum "Lycantrop" ans Herz gelegt, und dass ich aus dem Totenbeschwörer einen "Lich" mit "Skelettkriegern" machen könnte. Ich habe schon Bilder dazu gemacht, aber offen gesagt habe ich so wenig Interesse an Nocturne, dass mir die Redundanz bisher egal war...
Man darf sich nicht zum Sklaven von Donalds Ideen machen. Dazu sind deine Ideen oft innovativer. Ich habe jetzt Wariwulf für mich gewählt. Unterschiedliche Namen sind eigentlich nur nötig, wenn man einen automatischen Königreichgenerator benutzen möchte.
Ich kann sie mal hier hochladen, aber bestimmt nicht heute oder morgen. Eher am Wochenende.
oh Nocturne ist sehr interessant. Es ist mit vielen Segen- und Plagen-spendenden Karten schwierig zu spielen und eine echte Herausforderung. Gewohnte Strategien funktionieren zum Teil nicht (anders?).
Wenn man einmal die Karten inhaltlich kennt, dann wird das Spiel auch wieder schwungvoll.

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Re: Aspers Karten

Beitragvon Asper » Di 11. Dez 2018, 07:35

Mich nervt an Nocturne halt dieser übertrieben fieselige Aufbau und die Zufälligkeit. Für mich die schwächste Erweiterung seit den Alchemisten.
Zuletzt geändert von Asper am Di 11. Dez 2018, 11:47, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Aspers Karten

Beitragvon herw » Di 11. Dez 2018, 07:41

Asper hat geschrieben:Mich nervt an Nocturne halt dieser ubertrieben fieselige Aufbau und die Zufälligkeit. Für mich die schwächste Erweiterung seit den Alchemisten.
Die vielen zusätzlichen Kartenauslagen sind in der Tat etwas nervig.
Da wir Nocturne im Moment zum Kennenlernen ausschließlich ohne andere Erweiterungen spielen, legen wir einfach grundsätzlich alle Zusatzkarten aus, beziehungsweise wir können sie auf dem Tisch liegen lassen (Luxus). Das geht schneller.
Man lernt irgendwann einmal die Verquickungen mit den Königsreichkarten kennen und weiß sofort, welche Sonderkarten dazugehören.
Aber es ist zugegebenermaßen auch wieder eine Erleichterung, wenn man zwischendurch mal eine Partei ohne Schnickschnack spielt. Das ist erstaunlicherweise bei uns Seaside, obwohl es dort ja auch viele Tableaus und Marker gibt ;) .
Meine Meinung zu den Alchemisten kennst du :potion :lol:

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Re: Aspers Karten

Beitragvon herw » Mo 17. Dez 2018, 16:43

mal ein erstes Spiel mit Aspers Karten:

Bild

Im Spiel waren:
Gasse, Büttel (mit Büttelmarkern), Erlass, Bote/Nachtwächter, Wissenschaftler, Zisterne, Docks, Gemeinde/Straße, Wagenstadt und Sultan.

Wir haben alle Karten im Laufe des Spiels gekauft, wahrscheinlich viel zu viele, aber man will sie ja auch kennenlernen.
Sogar meine sonst gegenüber neuen Erweiterungen kritische Frau fand das Spiel unterhaltsam und vielfältig.
Mein Frau griff gerne zur Wagenstadt, ich begann mit Gemeinde/Straße. Schnell war klar, wie schwungvoll der Start mit Gemeinde/Straße war und die ersten Runden hatte ich oft alle Karten im Spiel, so dass meine Frau auch die Gemeinde/Straße schnell nachkaufte. Wahrscheinlich genügt schon eine weitere Karte (Zisterne oder Sultan), um das Spiel schnell in Richtung Endspiel zu lenken.
Aber wir haben natürlich lieber experimentiert, wodurch die volle Hand nicht mehr so häufig auftrat. Man könnte es aber darauf anlegen. Mit Hilfe des Büttels und dem Verteilen von Büttelmarkern haben wir etwas auf die Bremse getreten.
Ich habe Docks mal ausprobiert; nachdem man zwei, drei Karten bis zu :4 umsonst nachbekommt, möchte man sie aber nicht mehr einsetzen. In Kombination mit Kartenzählern (Gärten und ähnliche) kann das aber in den letzten Zügen nochmals eine Wendung geben. Der Schuldenmarker des Wissenschaftlers war nicht wirklich hinderlich, da ich immer genügend Geld auf der Hand hatte. Erlass ist eine schöne Geldkarte.

Ich habe bewusst relativ einfache Königreichkarten aus Aspers Angebot ausgewählt, um erstmal die Spielbarkeit zu testen: sehr schön, es lohnt sich.

Im Nachhinein würde ich bei einem Start 2/5 durchaus mit Gasse und Sultan starten wollen. Die Gasse ist eine Einmal-Schmiede und der Sultan verschafft einem mit Hilfe der Punktekarten zusätzlich Geld. Wenn man sich ein Herzogtum früh kauft, kann man auf schnelles Gold hoffen (Ich spiele gerne Geldstrategien).

PS: Was in dem Angebot fehlt, ist eine Angriffskarte, die die Hand der Mitspieler reduziert. Die Rekationskarte Nachtwächter habe wir nicht ausprobieren können, ich finde sie auch etwas langweilig.

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Re: Aspers Karten

Beitragvon Asper » Mo 17. Dez 2018, 19:51

Hi herw, danke für deinen Bericht :)
Ich kann dem nicht wirklich etwas hinzufügen, außer dass ich dir bei Bote/Nachtwächter zustimme. Das gehört definitiv zu meinen schwächsten Karten. Ich werde mir da irgendwann was Besseres überlegen. Die Idee war, dass man weitere Karten vom selben Stapel aufdeckt, um den Effekt zu schwächen.

Vielleicht:

Geheimbund, Aktion - Angriff, $5
+ :3
Jeder Mitspieler darf einen Geheimbund von seiner Hand aufdecken. Wer das nicht macht, nimmt seinen - :1 - Marker.


Oder vielleicht weniger nervig:

Geheimbund, Aktion, :5
+ :2
Jeder Mitspieler darf einen Geheimbund von seiner Hand aufdecken. Wenn das keiner macht: + :2


Oder für :4 :

Geheimbund, Aktion, :4
+ :2
Jeder Mitspieler darf einen Geheimbund von seiner Hand aufdecken. Wenn das keiner macht: + :1


Hm, das ähnelt dem Gladiator ziemlich... Aber weniger Gerate und kein geteilter Stapel.

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Re: Aspers Karten

Beitragvon herw » Mi 19. Dez 2018, 19:52

Spiel Nummer 2 mit

Versunkene Stadt, Sumpf (man benötigt die Erscheinungen aus Nocturne), Beschwörung (man benötigt Trank, ebenso beim Homunkulus), Pilger, Schrein, Galgen, Jäger, Klippendorf, Weide und Homunkulus

Bild

Die Zufallskarten aus der ersten Partie waren aussortiert, so dass alle Königreichskarrten neu waren. Auffallend ist, dass zufällig die Hälfte der Karten Ensorger sind,was sonst eher selten ist. Asper liebt anscheinend kleine Decks ;)
Der Homunkulus entsorgt den Trank, den man zum Kauf benötigt gleich wieder. Damit scheidet er in der Auswahl eigentlich aus, da die anderen Ensorger (bis auf die Beschwörung) preiswerter zu haben sind, bzw. deutlich attraktiver sind. Ich denke er ist nur sinnvoll kaufbar, wenn er der einzige Entsorger ist.
Der Galgen ist sehr stark, da er zu Beginn die Anwesen in Gold umwandelt. Reines BigMoney ist schon abgewehrt. Wenn man auf eine Combi mit sehr wenigen Karten aus ist, dann kann man ihn eigentlich nur dreimal anwenden (drei Anwesen für Gold entsorgen).
Allerdings könnte man auch schnell auf den Kauf einer Weide umsteigen (kostenloses Nehmen von Herzogtum und Anwesen), so dass man den Galgen wieder mit Anwesen „füttern” kann. Die Gefahr oder der Reiz eines Rush (drei leere Stapel) ist sehr groß und muss immer im Auge behalten werden.

Der Beschwörer entsorgt als Cantrip und sucht dann eine teurere Karte im Deck. Hat man einige teure Geldkarten gekauft, kann man z.B. Kupfer entsorgen und bekommt Silber, Trank oder Gold auf die Hand. Viel wichtiger dürfte aber sein, dass man nicht mehr benötigte billige Aktionskarten entsorgen kann und dann eine gute Aktionskarte aus seinem Deck in die Hand bekommt. Ich denke das ist aber nur mit viel Erfahrung systematisch zu planen, eine schwierige Vorgabe. Viel Spiele mit dieser Karte sind nötig, um ihren Wert zu verstehen.

Das Klippendorf ist, wie der Name schon sagt, ein Dorf und entsorgt, allerdings bekommen die Mitspieler bei seinem Kauf als attraktiven Bonus kostenlos eine Karte aus dem Vorrat (< :5 ).
Der Schrein ist attraktiv, wenn man es schafft, viele Karten gleichzeitig auf seine Hand zu bekommen. Einzige Karte, die das schafft, ist der Jäger, den ich gerne und mehrfach in diesem Spiel eingesetzt habe, eine sehr attraktive Karte. Dass er nach dem Ausspielen zunächst auf dem Wirtshaustableau landet ist nicht wirklich lange hinderlich. Ich habe oft in demselben Zug eine Punktekarte gekauft, so dass er sofort wieder in den Umlauf kam.
Der Sumpf lässt Erscheinungen (Nocturne) bei seinem Kauf zusätzlich erwerben. Ich habe gleich ein Teufelchen dazugenommen. Für :5 ist das relativ schnell möglich.
Den Pilger nimmt man gerne mit, zum Beispiel, wenn der Gegenspieler das Klippendorf kauft. Wie der Name schon sagt, pilgert er beim Ausspielen immer wieder ins Deck des Mitspielers.
Die einzige Dauerkarte Versunkene Stadt ist gut spielbar, wenn man sein Deck mit vielen Aktionskarten aufbaut. Gut wären auch solche Aktionskarten, die Geldboni vergeben. Das wäre in diesem Königreich einzig der Schrein.
Da ich meine Spiele wieder einmal auf Gold aufgebaut habe, zog ich zu meinem Unwillen oft genau Gold, was dann auf den Ablagestapel landete :( .

Aspers Karten sind sehr verschieden von Donalds Erweiterungen, so dass man erst mal Erfahrung sammeln muss, wie sie mit anderen Karten agieren bzw. harmonieren.
Was wie beim ersten Spiel fehlte, waren Karten, die das Deck der Mitspieler langsam machen (Auffüllen mit lästigen Karten (Flüche, Kupfer o.Ä.) oder Kartenableger).

Das Spiel ist abwechslungsreich und liefert neue interessante Kombis.
Zuletzt geändert von herw am Do 20. Dez 2018, 05:17, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Aspers Karten

Beitragvon Asper » Mi 19. Dez 2018, 23:15

He he, eigentlich mag ich kleine Decks gar nicht so extrem gern. Aber natürlich sind mit Schrein und Galgen vor Kurzem zwei Entsorger dazugekommen. Das erhöht die Chance, mehrere auf einmal zu erwischen. Fünf sind aber schon echt viele...

Weide und Jäger gehen eigentlich in eine ganz andere Richtung - hier versucht man, Punktekarten wegzufiltern. Die Kombi Galgen/Weide ist mir zuvor gar nicht aufgefallen, aber natürlich war auch eine Idee der Weide, dass sie mit Bonus-Entsorgern (wie Umbau) richtig gut ist. Insofern auch hier ein bisschen Entsorgen.

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Re: Statthalter / Treue Untertanen

Beitragvon herw » Sa 22. Dez 2018, 16:10

Asper hat geschrieben:[...]
Und abschließend, wie es bei Monty Python's Flying Circus geheißen hätte, "zu etwas völlig Anderem":
Bild Bild
Wäre es nicht fairer, wenn man eine der Anfangskarten für Treue Untertanen aus dem Spiel nimmt?
Ich teste es mal in unserem nächsten Spiel, nur mit sechs Kupfer. Natürlich muss man einen Entsorger dabei haben (das ist ein kleines Manko, wenn im Spiel kein Entsorger im Königreich ist). Ich habe dazu den Zusammenbau gewählt. Damit ein Entsorger mit Sicherheit vorkommt, müsste eigentlich der Statthalter ein Entsorger sein. Sonst wäre Treue Untertanen unter Umständen nur ein nutzloser Cantrip.

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Re: Aspers Karten

Beitragvon dmuellersiegen » Sa 22. Dez 2018, 16:40

Das Ablegen beim Entsorgen der Treuen Untertanen ist doch nur ein netter Nebeneffekt.
Der eigentliche Clou bei dieser Combo ist doch, dass man mit dem Statthalter im Königreich direkt auch eine Aktionskarte mit im Deck hat (die TU), die man für die +1 Aktion ablegen kann (falls auf der Hand). Da sie "nur" ein Cantrip ist, tut das Ablegen nicht so weh und man kann danach noch eine bessere Aktionskarte spielen. Zusätzlich bleiben die TU immer in deinem Deck.
Klar sind Entsorger wie z.b. Lehrling nett, aber kein Muss.


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