Aspers Karten

Selbstgestaltete Dominion-Karten
marktlehrling
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Re: Aspers Karten

Beitragvon marktlehrling » Di 30. Jan 2018, 12:18

herw hat geschrieben:Es ist doch richtig, dass man eine Zustand-Karte behalten darf, bis man sie benutzt? Sie verbraucht dann auch keine Aktion?
Mir ist die Mechanik von Glück und Glücklich nicht klar.

Wenn ich so drüber nachdenke, ist man (wenn man einmal Glück gekauft hat) für den Rest des Spiels "glücklich" und darf die Fähigkeit in jedem Zug nutzen. Ist es so gemeint, Asper? Für meinen Geschmack klingt es nicht so sehr nach Spaß, viel mehr Zufall, weil man theoretisch jeden Zug ein Mischen erzwingen kann, bis man Punktekarten kauft. Andererseits ist es für manche Sift-Engines sicher ganz schön, weil man unbesorgt Müll ablegen kann und wieder mischen kann, ohne sich die nächsten Züge erstmal da durchfressen zu müssen.

Schlupfwinkel: Ja, so eine einfachere Art, an Geister zu kommen, hätte ich mir auch gewünscht. :D Bin mir nicht sicher, ob man die einfach "kaufen" können sollte (wahrscheinlich wollte Donald das extra umgehen, damit sich die Geister ein bisschen "überirdisch" anfühlen). Verstehe ich es richtig, dass man :8 bezahlen muss, um ein Gespenst zu bekommen? Warum machst du nicht Basiskosten :3 und "die genau soviel kostet"? Das fände ich klarer. (Edit: Ah okay, es gibt sonst keine Synergie mit dem Irrlicht...)

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Re: Aspers Karten

Beitragvon herw » Di 30. Jan 2018, 17:30

marktlehrling hat geschrieben:
herw hat geschrieben:Es ist doch richtig, dass man eine Zustand-Karte behalten darf, bis man sie benutzt? Sie verbraucht dann auch keine Aktion?
Mir ist die Mechanik von Glück und Glücklich nicht klar.

Wenn ich so drüber nachdenke, ist man (wenn man einmal Glück gekauft hat) für den Rest des Spiels "glücklich" und darf die Fähigkeit in jedem Zug nutzen. Ist es so gemeint, Asper? Für meinen Geschmack klingt es nicht so sehr nach Spaß, viel mehr Zufall, weil man theoretisch jeden Zug ein Mischen erzwingen kann, bis man Punktekarten kauft. Andererseits ist es für manche Sift-Engines sicher ganz schön, weil man unbesorgt Müll ablegen kann und wieder mischen kann, ohne sich die nächsten Züge erstmal da durchfressen zu müssen.

hm - das erscheint mir zu stark, wenn diese Karte ständig nutzbar wäre. Ich würde das eher so verstehen, dass man den Zustand glücklich mit dem Ereignis Glück kaufen kann und zu gegebener Zeit anwenden darf. Damit das nicht ausartet, müsste man den Zustand zurücklegen und eventuell später nochmals kaufen. Dann wäre es allerdings besser, wenn zum Ereignis Glück noch +1 Kauf hinzukäme? Für jeden Spieler benötigt man dann einen Zustand glücklich, also insgesamt sechs solcher Exemplare.

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Re: Aspers Karten

Beitragvon herw » Di 30. Jan 2018, 17:36

marktlehrling hat geschrieben:[...]
Schlupfwinkel: Ja, so eine einfachere Art, an Geister zu kommen, hätte ich mir auch gewünscht. :D Bin mir nicht sicher, ob man die einfach "kaufen" können sollte (wahrscheinlich wollte Donald das extra umgehen, damit sich die Geister ein bisschen "überirdisch" anfühlen). Verstehe ich es richtig, dass man :8 bezahlen muss, um ein Gespenst zu bekommen? Warum machst du nicht Basiskosten :3 und "die genau soviel kostet"? Das fände ich klarer. (Edit: Ah okay, es gibt sonst keine Synergie mit dem Irrlicht...)
Gespenst ? Habe ich irgendetwas verpasst?

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Re: Aspers Karten

Beitragvon marktlehrling » Di 30. Jan 2018, 17:40

http://wiki.dominionstrategy.com/index.php/Ghost
Und wo ich den Artikel schonmal gesehen habe, muss ich mich korrigieren, man würde also :7 für das Gespenst bezahlen (was allerdings durch den Schlupfwinkel selber wieder abgeschwächt wird).

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Re: Aspers Karten

Beitragvon herw » Di 30. Jan 2018, 18:20

marktlehrling hat geschrieben:http://wiki.dominionstrategy.com/index.php/Ghost
Und wo ich den Artikel schonmal gesehen habe, muss ich mich korrigieren, man würde also :7 für das Gespenst bezahlen (was allerdings durch den Schlupfwinkel selber wieder abgeschwächt wird).
Danke für den Link; ich bin noch nicht so drin.

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Re: Aspers Karten

Beitragvon Asper » Di 30. Jan 2018, 20:34

Zu euren Fragen: Ja, man müsste :7 für ein Gespenst bezahlen, :5 für ein Teufelchen und :3 für ein Irrlicht. Im Englischen Forum wurde argumentiert, dass Irrlichter für :3 kaufen zu können vielleicht zu stark wäre, vor allem, wenn die Extrakarte selbst damit interagiert. Ich habe deshalb überlegt, das ganze irgendwie anders zu regeln. Möglicherweise hebe ich die Kosten auf :3 , sage "bis zu" und stelle klar, dass man trotzdem mindestens :1 überbezahlen muss. Das Problem ist nämlich, dass "mehr bezahlen" erst ab :1 anfängt. Die Regeln schließen das überbezahlen von :0 in den Regeln der Gilden nämlich explizit aus, weshalb man zB mit dem Steinmetz keine Ruinenkarten erhalten kann. Hier eine verbesserte Version des Aktions-Schlupfwinkels und die Punkteversion, die ich im Englischen Forum zunächst vorgestellt hatte. Irgendwie gefiel mir am Anfang die Punkteversion besser, aber nun mag ich eigentlich die Aktion lieber :D

Bild Bild

Und ja, Glücklich soll für den Rest des Spiels gelten. Die Idee ist hier, eine käufliche Fähigkeit zu haben, die man bis zum Ende des Spiels behalten kann - ähnlich wie die Marker bei Adventures, nur eben nicht kartengebunden. Glück/Glücklich ist hier mehr eine Demonstration der Grundidee. Ich hatte auch die Idee, Spieler beim Kauf einer bestimmten Karte (Provinz oder Königreichkarte) mit solchen Dingen zu belohnen, ggf über ein Ereignis geregelt ( :8 , Einmal pro Spiel: Nimm dir eine Provinz und Zustand X).

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Re: Aspers Karten

Beitragvon Mr Anderson » Mi 31. Jan 2018, 12:20

Asper hat geschrieben:Und ja, Glücklich soll für den Rest des Spiels gelten. Die Idee ist hier, eine käufliche Fähigkeit zu haben, die man bis zum Ende des Spiels behalten kann - ähnlich wie die Marker bei Adventures, nur eben nicht kartengebunden. Glück/Glücklich ist hier mehr eine Demonstration der Grundidee. Ich hatte auch die Idee, Spieler beim Kauf einer bestimmten Karte (Provinz oder Königreichkarte) mit solchen Dingen zu belohnen, ggf über ein Ereignis geregelt ( , Einmal pro Spiel: Nimm dir eine Provinz und Zustand X).


Wäre es nicht besser, das über "Wenn du diese Karte im Spiel verwendest: …" wie bei Herzogin oder Bäcker zu machen statt über ein Ereignis? Das gilt meiner Meinung nach jedenfalls für deine Idee, weil dein Ereignis mit den Kosten von :8 praktisch keinen anderen Anwendungsbereich hat als diese Anweisung. Das setzt natürlich auch voraus, dass einem irgendeine einfache Anweisung einfällt, die ggf. noch mit dem Zustand interagiert.

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Re: Aspers Karten

Beitragvon Asper » Mi 31. Jan 2018, 14:21

Finde ich ehrlich gesagt nicht. Letztendlich ist es eine Mischung aus Erbschaft und diesem Silber-für-2-Ereignis.

Aber man kann es auch Tourniermäßig aufziehen, und dem Ereignis eine Bedingung geben, und/oder die Spieler zwischen mehreren Zuständen wählen lassen. Eine Version mit Bedingung könnte dir z.B. nur einen Zustand geben, wenn du eine Provinz ablegen kannst. Hier eine Version mit mehreren Zuständen:

Expansion, :5 , Ereignis
Du darfst eine Provinz ablegen. Wenn du das machst und weder Reich, Schön, Fortschrittlich, Fern noch Kriegerisch hast, erhalte einen davon, aber nicht von einem Mitspieler.

Kriegerisch: Wenn du eine Punktekarte kaufst, legt jeder Mitspieler auf 3 Karten ab.
Reich: +1 :victory pro Punktekarte in deinem Kartensatz.
Fortschrittlich: Zu Beginn deiner Kaufphase darfst du beliebig viele Punktekarten ablegen, für jeweils + :1
Schön: Zu Beginn deines Zuges darfst du eine Punktekarte aufdecken, für +1 Karte, +2 Aktionen
Fern: Wenn du deinen Zugstapel mischst, sieh ihn durch und decke beliebig viele Punktekarten daraus auf. Lege die Hälfte (abgerundet) auf deinen Ablagestapel.

Erst wollte ich die Übrigens "Gunst des Markgrafen", "Gunst des Herzogs", "Gunst des Barons", "Gunst des Prinzen" und "Gunst des Kanzlers" nennen ;)

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Re: Aspers Karten

Beitragvon herw » So 18. Feb 2018, 11:25

Asper hat geschrieben:[...]
Expansion, :5 , Ereignis
Du darfst eine Provinz ablegen. Wenn du das machst und weder Reich, Schön, Fortschrittlich, Fern noch Kriegerisch hast, erhalte einen davon, aber nicht von einem Mitspieler.[...]

bist” ? ;)

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Re: Aspers Karten

Beitragvon herw » Mi 28. Mär 2018, 17:14

Gerade habe ich meine neue Lieferung bekommen: die ersten 30 Karten aus Aspers Sammlung. Ich musste sie nochmals drucken lassen, da ich eine zu helle Rückseite ausgewählt hatte. Jetzt ist es aber super gut gelungen, kein Unterschied der bemerkbar wäre. Ich habe übrigens die englischen Versionen als Grundlage genommen, da sie kleine Änderungen gegenüber den deutsprachigen Versionen haben; natürlich habe ich ins Deutsche übersetzt.
Wir haben auch gleich ein erstes Spiel gemacht und haben dabei einfach nach dem Alphabet die ersten zehn Königreichkarten ausgewählt:
Natürlich war es uns auch wichtig, dass ein Dorf dabei war.
Gasse, Erlass, Büttel, Hofdame, Bauer, [urlhttps://postimg.org/image/7wjd2rpkv/]Bergdorf[/url], Handwerker, Heiligtum, Homunkulus und Beschwörung.

Vorweg: es hat riesig Spaß gemacht. Alle Karten sind schlüssig und eindeutig zu spielen. Auf dem Photo sieht man auch die Büttelmarker. Ich habe mir einfach Zierdiamanten (12mm Durchmesser bei Amazon in mehreren Farben (blau, rot, grün, weiß, schwarz, gelb) bestellt). Das reicht für alle möglichen zukünftigen Markervarianten und natürlich auch Aspers Spellcaster.
Bild

Einzelkritik:
  • Gasse
    Obwohl man die Karte beim Ausspielen wieder in den Vorrat legen musste, war sie sehr nützlich und wurde auch gerne mehrfach gekauft. Wenn man noch eine Karte dabei gehabt hätte, die +1 Kauf vergeben hätte, wäre es noch nützlicher gewesen.
  • Erlass
    ein äußerst preiswertes Silber. Mich erstaunen die Kosten von :2 , denn sie kann ja mehr als ein Silber. Wie wird es eigentlich gehandhabt, wenn man sie als letzte Karte spielt und man keine Handkarte mehr auf der Hand hat? Dann ist es nur ein Silber. Da aber viele Flüche und Punktekarten im Spiel waren, war sie natürlich manchmal auch nachteilig. Öfters konnte ich aber auch eine nicht benutzte Aktionskarte auf den Nachziehstapel legen, was wiederum sehr praktisch ist. Die Vorteile überwiegen nach meiner Erfahrung des ersten Spiels.
  • Büttel
    Wir spielen gerne Fluchverteiler und es wurden kräftig zusätzlich die Büttelmarker gekauft. Aber es gab ja auch Entsorger s.u.
  • Hofdame
    eine Insel ohne Punkte auf Abruf; praktisch, wenn man das Deck beim Kauf von Herzogtümern und Provinzen etc. klein halten will.
  • Bauer
    sehr interessant und nützlich, wenn das Deck viele unterschiedliche Karten hat. Man erhält eine große Auswahl und darf sich zwei beliebige der aufgedeckten Karten aussuchen, sehr stark und spannend, besonders schön, wenn man ein Dorf vorher spielen kann.
  • Bergdorf
    ein Dorf, das zusätzlich das Deck klein hält/macht. Ich hatte sicherlich sieben Flüche und ca. fünf Kupfer entsorgt. Das Deck war im Mittelspiel schon extrem klein (s.u.)
  • Handwerker
    nimmt zusätzlich zum :1 noch eine Karte Karte mit bis zu :3 , also hier zum Beispiel auch die Gasse und die Hofdame. Ich hatte die karte völlig aus dem Blick verloren, wohingegen meine Frau eifrig Hofdamen und Gassen nehmen konnte.
  • Heiligtum
    sicherlich eine gute Karte für Kettenspieler; hatte ich völlig übersehen. Da ich mit Flüche- und Kupfer-Entsorgen beschäftigt war.
  • Homunkulus
    ein einfacher Entsorger. Man muss allerdings aufpassen, dass man vorher eine Beschwörung kauft, da der Homunkulus ja den Trank beim Kauf entsorgt. Ich liebe Karten mit Trankkosten ;)
  • Beschwörung
    Entsorgt Flüche, ohne dass man eine andere Karte aufdecken muss, da es ja nur eine Karte vom Typ Fluch gibt; in diesem Fall muss formal das Deck einmal komplett aufgedeckt werden und landet so auf dem Nachziehstapel und wird neu gemischt.
    Aber es ist sehr praktisch, wenn man ein Gold im Deck hat und dieses beim Entsorgen eines Kupfers aufdeckt und auf die Hand nehmen darf. Also habe ich mir möglichst schnell ein/zwei Gold gekauft und wenig Silber.
Durch die vielen Entsorger wurde das Deck trotz Zukauf anderer Karten extrem schnell klein (ca. 12-14 Karten).
Ich habe dann schließlich mit sechs Provinzen, einem Herzogtum und einem Anwesen (40 Siegpunkte) gewinnen können. Meine Frau hatte dagegen zwei Provinzen und sieben Herzogtümer und vier Anwesen (37 Gewinnpunkte) , also durchaus ein knappes Spiel.

Danke, lieber Asper, für den Spielspaß.


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