Empires - Glücksfall

Euch ist ein Fehler in der Anleitung aufgefallen oder etwas ist unklar für euch? Kein Problem, stellt die Frage in die Runde.
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Pal
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Empires - Glücksfall

Beitragvon Pal » So 12. Mär 2017, 16:10

Hallo,

ich habe zwar sämtliche bekannte Boxen und alles, was es von Dominion gibt (bis auf ein paar Promo-Karten) und auch schon einige Foren hinter mir, die es mittlerweile gar nicht mehr gibt, aber die Ereigniskarte "Glücksfall" aus der Empire-Box lässt mich nach wie vor mit vielen Fragezeichen dastehen.

Vielleicht kann mich hier jemand schlauer machen, aber in all meinen Jahren von Dominion bin ich noch kaum in eine Situation gelangt, in der sowohl mein Nachziehstapel wie auch der Ablagestapel leer sind - was ja laut Karte die Voraussetzung für das Ereignis des Glücksfalls sein sollte. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass das Ereignis nur einmal in 5000 Spielen gekauft werden sollte.... :D
Die Regeln helfen hier überhaupt nicht weiter, da sie nur angeben, dass im Falle von zu wenig Gold eben nur noch das genommen werden kann, was da ist; was meiner Meinung nach aber völlig klar ist, da Geld gemäß den Regeln nicht unendlich vorhanden ist! (im Gegensatz zu Markern zB)

Der englische Originaltext der Karte sagt allerdings: "If your deck and discard pile are empty...", was ich so auslegen würde, dass ich Kartenhand (deck) und Ablagestapel (discard pile) leer haben müsste, um den Glücksfall kaufen zu können. Also wenn ich alle Karten ausgespielt hätte UND mein Ablagestapel leer ist. Der Nachziehstapel (draw pile) ist eigentlich nirgends erwähnt.

Handelt es sich mal wieder um eine fehlerhafte Übersetzung oder seh ich nur den Wald vor lauter Bäumen nicht? Gemäß meiner englischen Übersetzung wäre diese Auslegung logischer.

Danke für eure Hilfe
-PAL-

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Re: Empires - Glücksfall

Beitragvon GwinnR » So 12. Mär 2017, 16:24

"deck" meint den Nachziehstapel, nicht die Handkarten.
Du kannst also den Glücksfall kaufen, wenn Ablage- und Nachziehstapel leer seind. Auf der Hand darfst du noch Karten haben. Mit Kapelle und/oder einer starken Kette kann das gut und gerne mal passieren.

Siehe auch hier: http://wiki.dominionstrategy.com/index. ... ll#Preview
If you can manage to get your whole deck into play / your hand / the trash, you can get three Golds for cheap. It's a mini-game.
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Re: Empires - Glücksfall

Beitragvon Pal » So 12. Mär 2017, 17:59

Ah, also tatsächlich "the whole deck into play" - das erklärts eindeutig.
Aber wie gesagt, wir haben schon viele Stunden Dominion mit sämtlichen Erweiterungen durch: das passiert nicht wirklich oft :roll:

thx
pal

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Asper
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Re: Empires - Glücksfall

Beitragvon Asper » So 12. Mär 2017, 18:08

Pal hat geschrieben:Ah, also tatsächlich "the whole deck into play" - das erklärts eindeutig.
Aber wie gesagt, wir haben schon viele Stunden Dominion mit sämtlichen Erweiterungen durch: das passiert nicht wirklich oft :roll:

thx
pal


Ähm... Ich weiß nicht, wie ich das nett sagen soll, aber dann müsst ihr gegebenenfalls überdenken, welche Strategien ihr spielt. Auf sehr vielen Boards ist es möglich, eine Kette zu bauen, welche das ganze Deck zieht. Ob man dann den Glücksfall immer will, lasse ich mal dahingestellt, aber mit guten Kartenziehern (Laborvarianten oder Schmiede- & Dorfvarianten in Kombination) geht das ziemlich oft. In der Regel werdet ihr allerdings Entsorger brauchen. Meist ist eine solche Kette dann auch die dominante Strategie, allerdings erfordert sie halt auch etwas mehr Geschick.

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Re: Empires - Glücksfall

Beitragvon Pal » So 12. Mär 2017, 20:13

Asper hat geschrieben:Ähm... Ich weiß nicht, wie ich das nett sagen soll, aber dann müsst ihr gegebenenfalls überdenken, welche Strategien ihr spielt. Auf sehr vielen Boards ist es möglich, eine Kette zu bauen, welche das ganze Deck zieht. Ob man dann den Glücksfall immer will, lasse ich mal dahingestellt, aber mit guten Kartenziehern (Laborvarianten oder Schmiede- & Dorfvarianten in Kombination) geht das ziemlich oft. In der Regel werdet ihr allerdings Entsorger brauchen. Meist ist eine solche Kette dann auch die dominante Strategie, allerdings erfordert sie halt auch etwas mehr Geschick.


...schon klar, mit welchen Karten das gehen könnte und ich gebe zu, dass wir diesen "Glücksfall" sicher auch nie willentlich herbeigeführt haben oder es werden. Wenn ich mich erinnere, kam das bei uns mal bei einer Session unter anderem mit einigen Dauerkarten von Seaside zustande...
Und ich sage nur: ein Zug bei dem du alle deine Karten auf der Hand hast, ist nicht nur für den Spieler selbst äußerst anstrengend zu spielen (bei uns war dann auch noch der Alchimist zugange, der mit der Besessenheit die Spieler dann fast wirklich um den Verstand gebracht hatte! :lol: ) sondern auch für jeden und alle Mitspieler ein Geduldsakt! Und wenn sich so ein Zug dann ein oder zweimal wiederholt, dann wird's echt langweilig.
Wie spielen weniger Strategien, die auf rasche Siege zielen, sondern eigentlich immer mit Platin und Kolonien, um das Spiel länger zu gestalten und um verschiedene Strategien innerhalb eines Spieles ausprobieren zu können bzw zu müssen. Liegt wohl auch daran, dass wir meist zu zweit spielen. Macht das Spiel interessanter als ne Hau-drauf-und-Schluss-Variante zu zweit ;-)

Darüber hinaus liebe ich die Herausforderung, mir eben NICHT Karten rauszusuchen, denn ein Deck, das ich mir so zusammenstelle:
aber mit guten Kartenziehern
und
werdet ihr allerdings Entsorger brauchen


Das enthält ja bereits meine halbe Strategie, wenn ich mir im Vorhinein überlege, welche Karte ich in meine 10 Königreichstapel ausgebe. Ich lasse meist von einer App ein Deck zufällig erstellen, und versuche, es ausgewogen zusammenstellen zu lassen. So habe ich noch kein Deck doppelt gespielt und viele Decks, die anfangs langweilig ausgesehen haben, blieben das gar nicht. Und jedes Spiel ist eine neue Überraschung...
Dominion ist echt ein herrliches Spiel!

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Re: Empires - Glücksfall

Beitragvon GwinnR » So 12. Mär 2017, 20:32

Ich glaube, die meisten von uns spielen immer mit zufälligen Decks. Solche starken Ketten kommen aber trotzdem häufig zustande ;-)
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Re: Empires - Glücksfall

Beitragvon Pal » So 12. Mär 2017, 21:17

GwinnR hat geschrieben:Ich glaube, die meisten von uns spielen immer mit zufälligen Decks. Solche starken Ketten kommen aber trotzdem häufig zustande ;-)


Wie gesagt - mir fehlen zwar da die vielen Rückmeldungen aus einem Forum - aber aus eigenen Erfahrungen bezweifle ich das. Denn wenn es tatsächlich
trotzdem häufig
vorkommt, dann müsst sich diese Häufigkeit gemäß Wahrscheinlichkeit auch bei uns einstellen, was sie nicht tut.
Egal, meine Frage wurde jedenfalls beantwortet und uns bleiben über 7,7 Trilliarden (andere) Möglichkeiten... *gg*
Und schon relativiert sich wieder alles ;)

Viel Spaß noch, danke

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Re: Empires - Glücksfall

Beitragvon Asper » So 12. Mär 2017, 21:21

Ja, ich bin auch von zufälligen Königreichen ausgegangen. Nicht in jedem Spiel ist alles dabei, was man für eine Kette braucht, aber doch in aller Regel, und an den genannten Komponenten ist das Potential recht einfach zu erkennen. Manchmal reicht für eine Kette auch Filtern statt entsorgen, was für den Glücksfall allerdings nicht so relevant ist. Ganz bestimmt kann ich sagen, dass es in ca. 50% der Spiele gut möglich sein wird, den Glücksfall zu nutzen, ob mit Kette oder ohne (zb reicht theoretisch ein Entsorger alleine).

Offen gesagt habe ich weniger den Eindruck, dass ihr keine Königreiche mit Kettenpotential erwischt, sondern dass ihr einfach nicht gerne Kettenstrategien spielt, und sie deshalb vermeidet. Dann muss man sich natürlich auch nicht wundern, wenn Dinge, die von Ketten profitieren, in eurer Runde nicht funktionieren.

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Re: Empires - Glücksfall

Beitragvon Yola » So 12. Mär 2017, 23:49

Pal hat geschrieben:
GwinnR hat geschrieben:Ich glaube, die meisten von uns spielen immer mit zufälligen Decks. Solche starken Ketten kommen aber trotzdem häufig zustande ;-)


Wie gesagt - mir fehlen zwar da die vielen Rückmeldungen aus einem Forum - aber aus eigenen Erfahrungen bezweifle ich das. Denn wenn es tatsächlich
trotzdem häufig
vorkommt, dann müsst sich diese Häufigkeit gemäß Wahrscheinlichkeit auch bei uns einstellen, was sie nicht tut.
Egal, meine Frage wurde jedenfalls beantwortet und uns bleiben über 7,7 Trilliarden (andere) Möglichkeiten... *gg*
Und schon relativiert sich wieder alles ;)

Viel Spaß noch, danke

Der unterschied ist einfach: Ihr überseht die Kombinationsmöglichkeiten vermutlich einfach.

Ich spiele auch so ziemlich Ausschließlich mit Unterschlüpfen und Platin/Kolonien im 2 Personen spiel. Sets komplett zufällig (Durch gemischten blauen Karten stapel) und es ist immer möglich irgnedwelche Ketten zu machen solange nicht ausschließlich Terminierende Aktionen (Aktionskarten ohne + Aktion) ausliegen. Sobald Dörfer und Entsorger da sind, ist es sowieso "gelaufen" und dann wartet man auch mal 15 minuten wärehdn der jeweilige Gegner seine 20-40 Karten abarbeitet.

Aber keine Angst das wird schon noch bei euch eintretten, außer ihr spielt ohne jegliche Strategische steigerung, was sein könnte wenn ihr die 40 Jahre schon überschritten habt, was aber auch nichts schlimmes ist, wenn ihr allerdings jünger seit solltet ihr euch sorgen machen, wenn da keine Steigerung kommt, mh. Und nein das ist nicht Böse gemeint, auch wenn es sich so anhören könnte.

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Re: Empires - Glücksfall

Beitragvon Pal » Mo 13. Mär 2017, 08:07

Yola hat geschrieben: [...] außer ihr spielt ohne jegliche strategische Steigerung, was sein könnte, wenn ihr die 40 Jahre schon überschritten habt [...]


:lol:

Ich schmeiß mich weg, woher hast du denn diese Herleitung?

Aus meiner eigener Erfahrung kann ich nun hingegen sagen, dass es sehr wohl sehr viele Königreichzusammenstellungen gibt, in denen kaum oder gar keine Aktionskarten mit "+ Aktion" vorkommen und auch die Entsorgungsmöglichkeiten fehlen. So hat eben jeder seinen eigenen Erfahrungsschatz, auf den er zurückgreifen kann (oder nicht).
Auf der anderen Seite muss ich gestehen, dass wir unterbewusst wahrscheinlich tatsächlich derart lange Ketten meiden (Grund siehe vorhin); wenn auch die Ketten an sich äußerst reizvoll sind und bleiben. Aber das gesamte Deck in einem einzigen Zug zu verwenden ist anfangs vielleicht reizvoll, dann nur noch lähmend.

Und zum Schluß: keine Angst,denn ich hab auch keine Angst, dass irgendwas nicht eintreten könnte - nicht mal, wenn ich unter 40 wäre (oder bin? *gg*) Und: ich habs auch nicht als "böse" angesehen.

;-)

Und es gab in Dominion schon einige Karten, deren Wirkung und Auswirkungsmöglichkeit ich erst in späterem Verlauf der Spiele erkennen konnte und anfangs in Frage stellte, da sie auf den ersten Blick seltsam oder unwahrscheinlich oder gar unnötig schienen. Ich wollte einfach nur sicher gehen, dass ich die Karte korrekt spiele. Und das passt ja nun auch!

lg


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