Ist der GEIZHALS zu stark? (Geldstrategie)

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herw
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Ist der GEIZHALS zu stark? (Geldstrategie)

Beitragvon herw » Mo 5. Dez 2016, 06:52

Gestern hatten wir im Spiel zu zweit mit der Abenteuer-Version einen höchst unbefriedigenden Ausgang.
Kauft man sehr früh zweimal die Karte Geizhals (Kupfer ins Tableau oder Aufruf des abgelegten Geldes) , dann noch die Hafenstadt (+2 Aktionen) und legt fleißig Kupfer aufs Tableau oder kauft ein wenig Silber (mit zum Beispiel drei abgelegten Kupfer), dann genügt das, um in zehn Minuten das Spiel zu gewinnen, wenn man z.B. fünf Kupfer im Wirtshaustableau liegen hat.

Ist es richtig, dass beim Aufruf des Geldes, dieses bis zum Ende des Spiels im Wirtshaus beleibt?

Obwohl ich der Gewinner war, macht ein solches Spiel keinen Spaß.
Eine Wiederholung (meine Frau spielte nun diese Strategie) brachte ein ähnliches Ergebnis.
Obwohl ich diesmal mit Schatz dagegen hielt, endete das Spiel für sie und sehr eindeutig.

Wir spielen sehr ungern Geldsammelstrategien; schön wäre es, wenn man generell eine Antigeldstrategie hätte.

ciao herw

marktlehrling
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Re: Ist der GEIZHALS zu stark? (Geldstrategie)

Beitragvon marktlehrling » Mo 5. Dez 2016, 08:27

Hallo herw, ihr habt alles richtig gespielt. Wisst ihr denn schon von der wahren Stärke der Kapelle? Der Geizhals ist halt nicht nur stark, weil er Geld sammelt, sondern auch, weil er das lästige Kupfer loswird. Wenn man die Startkarten entsorgen kann, können Aktionsstrategien viel mächtiger sein als Geldstrategien.

Der Nachteil am Geizhals ist, dass er in der Anfangsphase sehr langsam "entsorgt". Oft kann man in dem Zug dann nix weiter machen als ein Kupfer auf die Taverne zu legen. Aber dafür ist er zum Schluss natürlich sehr stark, weil er quasi Provinzen garantiert.

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Re: Ist der GEIZHALS zu stark? (Geldstrategie)

Beitragvon Yola » Mo 5. Dez 2016, 10:04

Der Geizhals ist eine schöne starke grade, grade mit Karten die + 2 Aktionen bringen. Aber auch ohne ist er sehr gut.

Mit Schatz daggen zu halten ist merkwürdig, dies ist nämlich eine Relativ schwache Karte die noch dazu teurer ist.

Gegen den Geizhals als solches spielt man am besten einen Geizhals, dann kommt es darauf an wer mehr Glück beim ziehen hat und was man ggf. für 1-2 Nebenkarten hat.

Für gewöhnlich kann man aber sagen das bei einen Geizhalsspiel ein Deck am ende auch gut so aussehen kann:

2-3 Geizhals
1-3 2+ Aktionkarten
Rest Punkte

8! Kupfer auf dem Wirtshaustablou
(Und ja das ist einer der wenigen Karten wo es Sinn macht zwischendurch mal 1 Kupfer zu kaufen)

Wenn noch + 1 Kauf ausliegt (also am besten noch ein Arbeiterdorf) beschleunigt das ganze natürlich noch mehr.
Wenn man dann noch was günstiges zum Ziehen hat wie Lagerhaus oder ähnliches geht das noch besser wobei man da jeweils nur 1 braucht um dann sicher mal 2 Geizhalse grade am Anfang zu bekommen.

Es gibt aber auch Karten die gegen Geizhals etwas machen können, auf den ersten Blick würde mir da Piratenschiff einfallen, allerdings nur, wenn du schneller das Gegnerische Kupfer entsorgt,als wie er es auf sein Tablou schicken kann. Wenn man mit Platin und Kolonien spielt braucht man mehr Kupfer auf dem Tablou,wobei man da dann auch einfach 1-2 Platin kaufen kann und schon reichen auch 6 Kupfer darauf um Kolonien zu kaufen.

Angriffe die den Gegner 2 Karten ablegen lassen sind für den Anfang auch recht gut dagegen, da er so zunächst immer erstmal nur 1 Kupfer ablegen kann und sonst nix machen kann, wobei das meist kein so großen Unterschied macht. WEnn kein entsorger da ist, sind Fluchgeber auch einigermaßen gut dagegen da so das Deck entschleunigt wird, teilweise sogar stark wenn über 50% des Decks aus Flüchen besteht.

Aber im endefffekt ist Geizhals ähnlich wie Lakai, wenn es ausliegt sollte man die Strategie mit der starken Karte spielen und den rest kann man erstmal Ignorieren.

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Re: Ist der GEIZHALS zu stark? (Geldstrategie)

Beitragvon herw » Mo 5. Dez 2016, 10:54

Yola hat geschrieben:[...]
Gegen den Geizhals als solches spielt man am besten einen Geizhals, dann kommt es darauf an wer mehr Glück beim ziehen hat und was man ggf. für 1-2 Nebenkarten hat.

Für gewöhnlich kann man aber sagen das bei einen Geizhalsspiel ein Deck am ende auch gut so aussehen kann:

2-3 Geizhals
1-3 2+ Aktionkarten
Rest Punkte

[...]

Das bestätigt meinen Eindruck. Vielleicht spielen wir auch mit zu vielen Aktionskarten im Deck, meistens über zehn möglichst verschiedene Karten.
Daher war ich erstaunt, dass so wenige Aktionskarten zum Sieg reichen.

Also muss man akzeptieren, dass eine bigmoney-Strategie gespielt wird, wenn der Geizhals im Spiel ist (wir spielen grundsätzlich Zufallsauswahlen).

Danke für die ausführlich Erläuterung

ciao herw

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Re: Ist der GEIZHALS zu stark? (Geldstrategie)

Beitragvon Yola » Mo 5. Dez 2016, 11:42

Naja Big Money ist es ja nicht wirklich. Da du das Geld ja nich tim Deck hast ;)
Es gibt aber einige Karten mit denen man das Spiel schnell beenden kann und von dene man nicht all so viele Karten braucht oft kommt es aber auch auf die verschiedenen Synerginen an.
Um die Spiele länger zu halten kann man z.B. prinzipel immer mit Kolonien und Platin spielen.

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Re: Ist der GEIZHALS zu stark? (Geldstrategie)

Beitragvon herw » Mo 5. Dez 2016, 12:40

Yola hat geschrieben:Naja Big Money ist es ja nicht wirklich. Da du das Geld ja nich tim Deck hast ;)
Es gibt aber einige Karten mit denen man das Spiel schnell beenden kann und von dene man nicht all so viele Karten braucht oft kommt es aber auch auf die verschiedenen Synerginen an.
Um die Spiele länger zu halten kann man z.B. prinzipel immer mit Kolonien und Platin spielen.

Ja, ich habe durch den Nachkauf der Basiskarten auch Kolonie und Platin, könnte das also schon mal ausprobieren.
Ansonsten muss ich meine Frau („schon wieder eine neue Spielschachtel?”) noch überreden, die Erweiterung Blütezeit zu kaufen. Die habe ich auch schon ins Auge genommen.

herw

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Re: Ist der GEIZHALS zu stark? (Geldstrategie)

Beitragvon Yola » Mo 5. Dez 2016, 13:24

In Blütezeit muss man nicht viele Neue Regeln lernen. Da gibt es also gute Argumente für. Es ist nix kompliziertes drin. (und früher oder später muss sich deine Frau sowieso damit abfinden das ihr alle Schachteln im Haus haben werden ;))

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Re: Ist der GEIZHALS zu stark? (Geldstrategie)

Beitragvon herw » Di 6. Dez 2016, 11:13

Yola hat geschrieben:In Blütezeit muss man nicht viele Neue Regeln lernen. Da gibt es also gute Argumente für. Es ist nix kompliziertes drin. (und früher oder später muss sich deine Frau sowieso damit abfinden das ihr alle Schachteln im Haus haben werden ;))

;)
Gibt es eigentlich in irgendeinem Set eine Aktion-Angriff-Karte, die eine Handkarte mit Wert zwischen 3 und 6, die bei den Mitspielern entsorgt oder zurück auf den Vorratsstapel gelegt werden muss?

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Re: Ist der GEIZHALS zu stark? (Geldstrategie)

Beitragvon marktlehrling » Di 6. Dez 2016, 12:07

Also in Dark Ages gibt es die Ritter mit ungefähr folgendem Effekt:

(individueller Bonus, z.B. +2 Karten)
Jeder Mitspieler deckt 2 Karten vom Nachziehstapel auf und entsorgt eine davon, die :3 bis :6 kostet. Wenn jemand einen Ritter entsorgt, entsorge diese Karte.

Aber auf die Kartenhand gibt es keine Angriffe.

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Re: Ist der GEIZHALS zu stark? (Geldstrategie)

Beitragvon Yola » Di 6. Dez 2016, 12:08

Es gibt Karten die Karten zwischen 3-6 vom gegnerischen Stapel entsorgen. Zum Beispiel Schurke oder die Ritterkarten.

Es gibt nur eine Karte die den gegner zwingt Karten auf der Hand wieder zurück auf den Nachziehstapel zu legen und das ist das Geisterschiff. Ah und der Geisterwald natürlich nun auch.

Ein Angriff der das sagt was du beschreibst wäre allerdings auch einfach Unfair. Da man den Zug den man dann hat idr. vergessen kann. Und stell dir vor du spielst zu 4t und jeder Spielt so eine Karte aus dann hast du, wenn du wieder dran bist nur noch 2 Handkarten und das dann jede Runde. Oder einer Spielt mehrere davon dann aus. AM besten auch jede Runde und die gegener können nur noch zu schauen wie er spielt und sie selber nie etwas machen können. Das wäre einfach nur eine Destrotive, Unfaire Karte...


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