2. Edition - neue Karten

Japo
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Re: 2. Edition - neue Karten

Beitragvon Japo » Mo 26. Sep 2016, 11:35

Praescriptum gnarus hat geschrieben:Händler würde ich weibliche Form (Händlerin) nehmen, passend zur abgebildeten Person
Kunsthandwerker haben wir schon; entweder nur Handwerker oder vielleicht Künstler?
Vassal muss nicht unbedingt übersetzt werden, aber da wir schon einen Lehnsherr haben, passt Lehnsman gut.

Das betrifft ja nicht nur die Händlerin, sondern auch noch andere Karten. Es ist sicher kein Zufall, dass in der neuen Edition mehr weiblich wirkende Personen abgebildet sind. Von daher würde es mich freuen, wenn sich das, wie in Empires, auch in der Übersetzung widerspiegelt (durch die Verwendung der weiblichen Formen).

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Re: 2. Edition - neue Karten

Beitragvon GwinnR » Mo 26. Sep 2016, 13:10

Japo hat geschrieben:
Praescriptum gnarus hat geschrieben:Händler würde ich weibliche Form (Händlerin) nehmen, passend zur abgebildeten Person
Kunsthandwerker haben wir schon; entweder nur Handwerker oder vielleicht Künstler?
Vassal muss nicht unbedingt übersetzt werden, aber da wir schon einen Lehnsherr haben, passt Lehnsman gut.

Das betrifft ja nicht nur die Händlerin, sondern auch noch andere Karten. Es ist sicher kein Zufall, dass in der neuen Edition mehr weiblich wirkende Personen abgebildet sind. Von daher würde es mich freuen, wenn sich das, wie in Empires, auch in der Übersetzung widerspiegelt (durch die Verwendung der weiblichen Formen).

Ja, das ist immer so eine Geschmacksfrage bei der Übersetzung. Ich bin auch ganz deiner Meinung, dass man weibliche Karten auch weiblich bezeichnen sollte, damit das gut zum Bild passt. Die "Gegenseite" fasst die Karte immer losgelöst von der einzelnen abgebildeten Person auf und nutzt deswegen das generische maskulinum.
Wird man sehen, wie es diesmal umgesetzt wird ;-)
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Re: 2. Edition - neue Karten

Beitragvon Japo » Mo 26. Sep 2016, 13:34

GwinnR hat geschrieben:
Japo hat geschrieben:
Praescriptum gnarus hat geschrieben:Händler würde ich weibliche Form (Händlerin) nehmen, passend zur abgebildeten Person
Kunsthandwerker haben wir schon; entweder nur Handwerker oder vielleicht Künstler?
Vassal muss nicht unbedingt übersetzt werden, aber da wir schon einen Lehnsherr haben, passt Lehnsman gut.

Das betrifft ja nicht nur die Händlerin, sondern auch noch andere Karten. Es ist sicher kein Zufall, dass in der neuen Edition mehr weiblich wirkende Personen abgebildet sind. Von daher würde es mich freuen, wenn sich das, wie in Empires, auch in der Übersetzung widerspiegelt (durch die Verwendung der weiblichen Formen).

Ja, das ist immer so eine Geschmacksfrage bei der Übersetzung. Ich bin auch ganz deiner Meinung, dass man weibliche Karten auch weiblich bezeichnen sollte, damit das gut zum Bild passt. Die "Gegenseite" fasst die Karte immer losgelöst von der einzelnen abgebildeten Person auf und nutzt deswegen das generische maskulinum.
Wird man sehen, wie es diesmal umgesetzt wird ;-)

Ja, eine ziemlich anstrengende Grundsatzdiskussion, die wir nicht unbedingt noch mal führen müssen.
Fühlt sich denn ernsthaft jemand bei den Empires-Karten durch die weibliche Form gestört? Das glaube ich kaum. Umgekehrt würde mich die männliche Form durchaus stören...
Und wie gesagt, die neue Illustration wurde ja vom Verlage bewusst gewählt und es wäre schade, wenn diese Bemühung durch die Übersetzung ignoriert würde.

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Re: 2. Edition - neue Karten

Beitragvon Asper » Do 10. Nov 2016, 15:13

Händler: Wahrscheinlich das, was einem Ersatz des Kupferschmieds am nähesten kommt. Meiner Meinung nach für das Grundspiel zu kompliziert - das hätte, wie schon der Kupferschmied selbst, in die Intrige gehört.

Vasall: Die zweite Karte, die ich für das Grundspiel deutlich zu kompliziert finde. Schade. Sie leidet außerdem, wie schon der Tribut, unter der "Gibt manchmal eine Aktion und manchmal nicht"-Krankheit. Und man darf sich schon auf die Regelfragen all jener freuen, die nicht wissen, ob sie die gespielte Karte jetzt auf dem Ablagestapel lassen sollen.

Vorbote: Ersatz für den Kanzler, und leidet im Gegensatz zu diesem nicht darunter, dass er eine der dringend nötigen Aktionen frisst. Ich glaube, diese Karte wird unterschätzt. Besonders wenn es einige sehr starke Karten wie zB den Königshof gibt, ist der Vorbote praktisch. Er ist quasi ein Komplott, das nur für Karten aus früheren Zügen funktioniert (aber dafür eben durch einen Zug ohne Komplott nicht abbricht).

Wilderer: Soweit ich weiß, gilt ein "Hausierer" für 4$ als balanced, und auch Donald's Schilderung zum Entstehungsprozess dieser Karte legt das nahe. Ein bisschen interessanter, und wahrscheinlich recht gut. Jemand sagte, die Karte sei schwach, wenn Flüche verteilt werden - aber gerade dann juckt mich natürlich das Ablegen nicht so sehr.

Bandit: Klarer Ersatz für den Dieb. Im Vergleich zur Hellseherin dürfte die Karte auch in Ordnung sein - tatsächlich würde ich in einem Spiel mit den beiden sogar eher den Banditen (Banditin?) wählen, da er meinen hellsehenden Gegnern ihr Gold wieder stehlen kann.

Wache: Ein Ersatz für den Spion, welcher eine unheimlich schwache, langsame und nervtötende Karte war. Die Wache dürfte ziemlich stark sein.

Kunsthandwerker: Ein Ersatz für's Festmahl, und wahrt die Tatsache, dass auch das Grundspiel eine 6er-Karte enthält. Völlig in Ordnung. Das Zurücklegen macht die Karte etwas komplizierter, hat aber natürlich auch einen strategischen Vorteil: Ich kann die gerade genommene Karte zurücklegen, falls ich keine Aktionen mehr habe.

Zu den verschwundenen Karten: Der Holzfäller war fast nie stark genug, um eine Rolle zu spielen, ebenso Dieb, Spion und Abenteurer. Klar gibt es für alle diese Fälle, in denen man sie will, aber das Geld wäre eigentlich immer in etwas anderes besser investiert. Das gilt auch für den Kanzler, wenngleich der zu meinen Lieblingskarten gehört hat. Und das Festmahl war einfach ziemlich langweilig. Insgesamt finde ich fast alle neuen Karten besser als die alten, nur denke ich, dass Vasall und Händler keine "Grundspiel"-Karten sind. In der Intrige fände ich beide okay.

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Re: 2. Edition - neue Karten

Beitragvon GwinnR » Do 10. Nov 2016, 21:42

Asper hat geschrieben:Das gilt auch für den Kanzler, wenngleich der zu meinen Lieblingskarten gehört hat.
Wow. Noch so jemand :-) Dann bin ich ja nicht der einzige :-D
Wenn man weiß, dass man die Aktionen hat, habe ich den immer gerne gekauft.
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Re: 2. Edition - neue Karten

Beitragvon Asper » Fr 11. Nov 2016, 17:02

GwinnR hat geschrieben:
Asper hat geschrieben:Das gilt auch für den Kanzler, wenngleich der zu meinen Lieblingskarten gehört hat.
Wow. Noch so jemand :-) Dann bin ich ja nicht der einzige :-D
Wenn man weiß, dass man die Aktionen hat, habe ich den immer gerne gekauft.

Ja, ich mochte einfach sehr, wie subtil die Fähigkeit ist. Man musste erst ein bisschen grübeln, bevor klar war, wozu das gut ist. Meiner Erfahrung nach ging der Kanzler übrigens recht gut mit den Trankkarten, da man Trank/Kanzler eröffnen kann und die meisten Trankkarten keine Aktionen fressen. Das geht mit Lumpensammler und Kurier natürlich nicht mehr so schnell.

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1. Edition (Die Intrige) Späher

Beitragvon herw » Sa 17. Feb 2018, 13:24

Abgesehen davon, dass man die alten Karten ja weiterhin verwendet, möchte ich hier mal eine Lanze für den Späher brechen:

Bild

marktlehrling lässt kein gutes Haar an dieser Karte in seinem Brettspielelabor:
Der Späher ist das Paradebeispiel für eine misslungene Karte.
Eine so vernichtende Kritik kann ich nicht nachvollziehen. Ich finde diese Karte durchaus praktisch, da sie vorausschauend für diesen oder den nächsten Zug ermöglicht ...

  • ungeliebte Punktekarten für das Nachziehen auszusieben und ...
  • gleichzeitig die restlichen Aktions-und Geldkarten zu sortieren.
Auch wenn der Späher sich nicht gegen Flüche und Ruinen wehren kann, so ist er doch einfach und nützlich. Warum wurde also diese Karte aussortiert?
Zuletzt geändert von herw am Sa 17. Feb 2018, 15:14, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: 2. Edition - neue Karten

Beitragvon GwinnR » Sa 17. Feb 2018, 14:40

herw hat geschrieben:Warum wurde also diese Karte aussortiert?
Kurz: weil marktlehrling Recht hat. Die Karte ist einfach schlecht.

Lang:
In der Regel hat man nicht viele grüne Karten. Sprich, das rausfischen bringt nicht viel.
In der Regel zieht man die Karten, die man gerade sortiert hat gleich alle auf die Hand. Das bringt also nicht viel.
Klar gibt es jeweils Ausnahmen.
Das wichtige ist aber, dass es für 4 GE in fast allen Fällen einfach stärkere Karten gibt. Selbst ein Silber ist in vielen Fällen besser.
Wo der Späher interessant sein kann ist, wenn es Hybrid-Karten gibt (Große Halle, Adlige, Harem etc.). Da bringt es dann was, wenn man die Karten zieht. Aber dafür hat man sie nicht auf der nächsten Hand. Sonderlich stark ist das daher auch nicht.
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Re: 1. Edition (Die Intrige) Späher

Beitragvon herw » Sa 17. Feb 2018, 15:10

GwinnR hat geschrieben:
herw hat geschrieben:[...]
In der Regel hat man nicht viele grüne Karten. Sprich, das rausfischen bringt nicht viel.
In der Regel zieht man die Karten, die man gerade sortiert hat gleich alle auf die Hand. Das bringt also nicht viel.
Klar gibt es jeweils Ausnahmen.
Das wichtige ist aber, dass es für 4 GE in fast allen Fällen einfach stärkere Karten gibt. Selbst ein Silber ist in vielen Fällen besser.
Wo der Späher interessant sein kann ist, wenn es Hybrid-Karten gibt (Große Halle, Adlige, Harem etc.). Da bringt es dann was, wenn man die Karten zieht. Aber dafür hat man sie nicht auf der nächsten Hand. Sonderlich stark ist das daher auch nicht.
aha in der Regel ;)
Was ich schön an solchen Karten finde, ist, dass sie Anfängern durchaus erklären können, warum Punktekarten in der Regel im Deck unnütz sind bis zum Ende.

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Re: 2. Edition - neue Karten

Beitragvon marktlehrling » Sa 17. Feb 2018, 15:26

Oh, freut mich, dass du auf meinem Blog gelesen hast! :)

Das Problem beim Späher ist, dass er für den aktuellen Zug netto minus eine Karte bringt. Spielt man nur mit der Intrige, kann es vielleicht mal nett sein, wenn man auf ganz viele Hybridkarten spielt. Aber sonst bringen dir die Punktekarten für den aktuellen Zug gar nichts.
Trifft man eine Punktekarte, dann hat man im aktuellen Zug eine Karte verloren, um im nächsten quasi eine mehr zu bekommen (man hätte genausogut gar nichts statt dem Späher haben können).
Wirklich lohnenswert ist der Späher erst, wenn er zwei und mehr Punktekarten trifft. Das ist nur recht unwahrscheinlich, weil er häufiger auf Kupfer treffen wird als auf Punktekarten. Wenn man das Kupfer entsorgen kann, wird man meistens auch die Anwesen entsorgen wollen. (Natürlich gibt es Ausnahmekombinationen wie Erbschaft oder Baron.)
Die Umsortier-Fähigkeit ist bei Cantrips (+1 Karte, +1 Aktion) viel interessanter, weil sie dann eine kleine Kette mit sich selbst bilden können (Apotheker, Kartograph). Der Effekt des Spähers ist ja auf der Patrouille noch erhalten und da ist er viel sinnvoller, weil er tatsächlich auch etwas für den aktuellen Zug bringt ("Schmiede mit Bonus").


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